Mr. Cherng – ein Mann mit vielen Töpfen

Hamburg hat ein weiteres asiatisches Restaurant. Diesmal hat der Besitzer bei der Vergabe des Namens Einfallsreichtum bewiesen und seinen eigenen Nachnamen verwendet: “Mr. Cherng”.

Das Restaurant
Es befindet sich in der Nähe der St. Petri Kirche an der Mönckebergstrasse und ist so sehr zentral und gut erreichbar gelegen. Man betritt das Lokal, wie sollte es anders sein, durch die Vordertür und steht in einem großflächigen, dunklen Raum, der durch eine halbhohe Wand die linke von der rechten Seite trennt. Das Ambiente ist, modern asiatisch, nicht kitschig chinesisch und die dunkle raumfarbe vermittelt einen sauber gemütlichen Eindruck. In einer Ecke steht ein Terrakotta-Krieger, der aufpasst, daß auch keiner ohne zu bezahlen den Ort wieder verlässt.
Pflanzen und gezielte dekorative Elemente lassen das Restaurant eher nobel erscheinen.

Das Essen
Ich besuchte “Mr. Cherng” kürzlich in meiner Mittagspause, um das Lunchbuffet auszuprobieren. Mein erster “Gang” an das Buffet offenbart eine Sushi-bar mit reichhaltigem und für ein Buffet recht frischen Rollen und Nigiri, eine Salatbar, die ich ausgelassen habe, eine Vielfalt an asiatischen Speisen und eine Nachspeisentheke.
Da ich weiß, wie Salat schmeckt, habe ich diesen Teil ausgelassen. Frisch war er allemal.
Meinen Teller beladen mit verschiedene Sushi und Nigiri kehrte ich an meinen Tisch zurück, wo ich von einem freundlichen Kellner bedient wurde. Die japanischen Spezialitäten waren für deutsche Verhältnisse nicht schlecht und recht frisch, auch wenn der Reis etwas hart war. Aber aufgrund des Exportverbots für originalen leckeren japanischen Reis sehen wir von diesem Mangel einmal ab. Das Buffet wurde laufend wieder aufgefüllt, sodass die frische der Speisen immer höchstmöglich war. Wasabi und Soya Sauce waren genießbar.

Bei meinem zweiter “Gang” nahm ich dann die fritierten asiatischen Speisen unter die Lupe. Frühlingsrollen, Wantan, Gemüse Tempura und weitere Fritaten waren frisch, knusprig und nur teilweise etwas ölig. Geschmacklich aber sehr gut.
Die Pommes und Kroketten, die vermutlich dazu dienen unwillig hereingezerrte Freunde und Bekannte zu beköstigen habe ich nicht probiert. Alles in allem Friteuse “gut” – Fritieröl (fett wird in der asiatischen küchen nicht verwendet) war sauber und neu – geschmacklich also nicht belastet.

Auf ging es in die dritte Runde: Die asiatischen Hauptgerichte. Derer gab es eine große Vielfalt (ca 20), auch für den vegetarischen Gaumen war überall etwas dabei. 3 Thai Curries, verschiedene Huhn, Schwein, Rind und Tofugerichte mit verschiedensten (auch asiatischen) Gemüsen bestimmten hierbei das Bild.
Der Beilagenreis – auch ein Thaireis und kein chinesischer Reis – war klebrig genug um mit Stäbchen gegessen werden zu können. So verteilte ich um einen kleinen Reishügel ein Löffelchen der verschiedensten Saucen und legte los.

Zu guter Letzt machte ich mich an der Nachspeisen-Theke zu schaffen, die neben Wackelpudding, Eis und Früchtesalat auch gebckene Bananenbällchen bereithielt. Diese aß ich dann auch und verbrannte mir die Zunge. Naja, so ist das eben wenn man so schlingt wie ich.

Was ich vermisste waren die Mongolischen Speisen, die wie ich weiss, sehr Lammlastig sind. Diese sind, wie ich später erfuhr am Abendbuffet (14,90 EUR)  erhältlich. Naja, ein anderes Mal.

Der Geschmack
Nun, einen asienerfahrenen Gaumen können diese Speisen nicht täuschen. Hier wurde reduziert und europäisiert. Die ein oder andere Speise könnte meiner Meinung nach etwas mehr schärfe oder Würze vertragen. Aber für mitteleuropäische Geschmacksknospen sollte dies ein kulinarischer Hochgenuss sein. Und zum Nachwürzen stehen natürlich die üblichen Saucen zur Verfügung.

Ambiente: Modern Asiatisch
Publikum: international, asiatisch, geschäftlich

Service: Nett und schnell
Essen: Asiatische vielfalt
Preis/Leistung: All-you-can-eat Buffet (Mittags: 7,90 EUR, 14,90 EUR)
Wiederholungsfaktor: 100%

Fazit: Empfehlenswert und nicht zu teuer.

Adresse:
Speersort 1, Im Pressehaus, 20095 Hamburg

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